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Neupositionierung von mut.agency: vom Designstudio zum Strategy-First-Partner

Ausgangslage

mut.agency ist ein Kreativstudio mit Sitz in Innsbruck, traditionell bekannt für hochwertige Designarbeit. Als Antwort auf veränderte Marktanforderungen und zunehmend komplexe Kundenbedürfnisse durchlief die Agentur eine strategische Transformation und entwickelte sich zum Partner für Marken- und Unternehmensstrategie. Auslöser der Neupositionierung war die Erkenntnis, dass Design allein nicht mehr ausreicht, um echte Differenzierung oder langfristige geschäftliche Wirkung zu erzielen.

Dieser Schritt traf auf eine wachsende Lücke im DACH-Markt: Nur wenige Agenturen verbanden strategische Beratung mit Umsetzung. Inspiriert von Strategieberatungen aus den USA führte mut.agency ein neues Angebot ein, das die Strategie ins Zentrum des kreativen Prozesses stellt.

Kunde: mut.agency

Umfang: Digitale Kampagnen und organische Posts

Zeitraum: Juni 2025 – laufend

Kanäle: LinkedIn, Meta und Google (Search)

Märkte: Österreich

Die Herausforderung

Mit dem Aufstieg von KI war Design allein kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Unternehmen suchten nach strategischer Klarheit, Orientierung bei der Positionierung und Werkzeugen, um interne Teams auszurichten. mut.agency musste ihr Wertversprechen neu definieren, die neue Richtung klar kommunizieren und die richtige Zielgruppe gewinnen: Entscheider:innen, die offen für langfristige, strategische Partnerschaften sind.

Zu den größten Hürden zählten:

– Eine kleine Nischenzielgruppe (vor allem CEOs, Gründer:innen, Marketing- und Brand-Manager:innen)

– Ein vergleichsweise hochpreisiges Angebot mit längerer Entscheidungsphase

– Ein Segment zu erreichen und aufzuklären, dem der Wert von Strategy-First-Branding wenig vertraut war

Strategische Antwort

Kern der Transformation war ein neues Leistungsmodell: eine Reihe dreitägiger Kundenworkshops, in denen Positionierung, Differenzierungschancen und strategische Richtung erarbeitet werden, bevor die kreative Arbeit beginnt. Dieses Modell brachte Struktur und Klarheit und bot eine Möglichkeit, Stakeholder hinter gemeinsamen Zielen zu vereinen.

Parallel zum Leistungsmodell definierte die Agentur ihre Identität rund um zwei Markenarchetypen neu: Rebel (disruptiv, mutig) und Sage (strukturiert, überlegt). Diese Dualität wurde mit Spraydose-Texturen und einer eigenen Schrift in die Bildsprache der Marke übersetzt, als Balance zwischen roher Kreativität und Tiefe.

Die Website der Agentur wurde neu gestaltet, um diesen Wandel sichtbar zu machen: Die Strategie steht im Mittelpunkt, der Prozess wird klar erklärt und Kundenergebnisse werden über das Visuelle hinaus gezeigt.

Umsetzung

LinkedIn

– Im Juni starteten bezahlte Kampagnen, die CEOs und Marketing-Manager:innen über detailliertes Jobtitel-Targeting ansprachen.

– Erste Learnings zeigten hohe CPMs und niedrige Conversion-Raten, womit klar war, dass sich bezahlte LinkedIn-Anzeigen für dieses konkrete Angebot langfristig nicht rechnen.

– Wir verlagerten den Fokus auf organischen Content, der sich um einzelne Personen in der Agentur statt um die Unternehmensseite dreht.

– Regelmäßige Posts umfassten Blicke hinter die Kulissen, Einblicke aus Kundenworkshops, kurze Artikel und strategisches Denken in der Praxis.

– Engagement und Reichweite waren deutlich höher, wenn Inhalte von Einzelpersonen kamen, ein Beleg dafür, dass Menschen sich auf LinkedIn eher mit Menschen verbinden als mit Logos.

Google Search

– Auf Google Search war die Performance stärker: Leads kamen über gezielte Kampagnen zu spezifischen Keywords rund um Markenstrategie, Neupositionierung und Branding-Workshops.

– Wir haben Landing Pages und Botschaftsvarianten laufend per A/B-Test optimiert, um CTR und Engagement zu verbessern.

– Enges Targeting stellte sicher, dass wir eine kleine, aber relevante Zielgruppe erreichten und die Kosten pro Lead im Budgetrahmen blieben.

LinekdIn Ads
Google Search Ads

Ergebnisse

Obwohl noch in einer frühen Phase, zeigt die Neupositionierung bereits Wirkung und zieht ein qualifizierteres, strategisch denkendes Publikum an. Die Agentur hat bereits mehrere Leads aus Google Search abgeschlossen und baut über konsequente, authentische Thought Leadership auf LinkedIn weiter Markenwert auf.

Wichtigste Learnings

– Bezahlte LinkedIn-Anzeigen sind für diese Art von Angebot nicht effizient, die Plattform ist aber unverzichtbar für organischen Content und Thought Leadership.

– Unternehmensseiten schneiden schwächer ab, Menschen interagieren mehr mit persönlichen Profilen.

– Google Search ist die stärkste Leadquelle, vor allem in Kombination mit klaren Angebots-Landing-Pages.

– Enges Targeting ist entscheidend. Die Zielgruppe ist klein, daher musste die Kampagne genau gesteuert werden, um qualitativ hochwertige Leads zu gewinnen.

– Verhaltens-Tracking (z. B. Scroll-Events) lieferte umsetzbare Erkenntnisse darüber, welche Inhalte ankamen und welche nicht.

Mehr Content auf LinkedIn findest du hier.

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